75 Jahre SPD Eichenau: 1922 - 1997.

Eichenau - eine ärmliche Siedlung im Moos

Die Ebene, die im Südwesten durch die Roggensteiner und Emmeringer Leite, im Süden durch die Anhöhen bei Alling und Puchheim Ort, im Osten durch die Aubinger Lohe und im Norden durch den von Bergkirchen und Dachau malerisch gekrönten Höhenzug begrenzt wird, war bis vor wenig mehr als hundert Jahren eine für Besiedlung oder landwirtschaftliche Nutzung ungeeignete Moorlandschaft, die selbst dem Durchgangsverkehr großen Widerstand entgegensetzte.

1839 wurde die Eisenbahn von München nach Maisach, 1873 die Strecke von München nach Kaufering in Betrieb genommen. Beide Bahnen durchzogen in unserem Bereich eine noch kaum berührte Naturlandschaft.

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Von der Gründung 1922 bis zum Verbot der Partei 1933: Die Eichenauer Zeit der Weimarer Republik

Für das Verständnis der Anfänge von Parteipolitik in Eichenau ist ein Blick auf die Entstehungsgeschichte unseres Ortes unerläßlich . Die Geschichte von Eichenau ist sehr viel kürzer als die der umliegenden Bauerndörfer.

Orte wie Alling, Gilching, Emmering, Olching, Puchheim oder Germering sind wie die meisten typischen bäuerlichen Dörfer Altbayerns mit behäbigen Bauernhöfen um die Kirche mit Zwiebelturm meist schon seit mehr als tausend Jahren urkundlich nachweisbar, ihr wirkliches Alter reicht noch weiter zurück.

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Die Zeit der Weimarer Republik

„Bayern ist fortan ein Freistaat“

Bevor in dem Allinger Ortsteil Eichenau die Geschichte organisierter Parteipolitik begann, sollten erst noch welthistorische Ereignisse den Gang der Geschichte Bayerns und des Reiches in neuen Bahnen lenken.

Im November 1918 kündigte eine des Krieges restlos überdrüssige Bevölkerung der Monarchie und der militärischen Führung den Gehorsam auf.

München war die erste der Residenzstädte der Deutschen Kaiserreiches, in der die Monarchie stürzte. Die Friedensdemonstration, die sich am 7. November 1918 von der Theresienwiese in die Münchner Innenstadt bewegte, begegnete keinem Widerstand; mit fast unwirklicher Leichtigkeit stürzte sie die Dynastie der Wittelsbacher nach einer Herrschaftszeit von nicht weniger als 738 Jahren.

Am nächsten Tag erschienen die Zeitungen unter der lakonischen Schlagzeile „Bayern ist fortan ein Freistaat“.

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